Architektur in Griechenland, Parthenon

Gerade in Griechenland sind viele Zeugnisse der so genannten klassischen Architektur zu finden. Als Beispiele fallen da sofort solche Gebäude wie der Parthenon ein oder das Theater von Epidauros. Der Parthenon, der Tempel für die Stadtgöttin Pallas, der auf der Akropolis gebaut wurde, und das Theater von Epidauros, die wichtigste Kultstätte aus der Antike für den Heilgott Asklepios, die sich auf dem Peloponnes befindet, geben einen ausgezeichneten Eindruck von der Qualität der antiken Bauweise.

Diese Gebäude wurden als Vorbild genommen, als im 19. Jahrhundert der Klassizismus Einzug hielt. Dieser bekam gerade in Griechenland eine enorme Bedeutung zugemessen. Große Architekten sind zum Beispiel Ernst Ziller oder Theophil Hansen, die die Städte des Landes mit besonderen Gebäuden vor allem für die öffentliche Nutzung prägten. An erster Stelle sei hier die Architektur von Athen zu nennen, welche beispielhaft für alle anderen Städte gezeigt werden kann. Der für den Klassizismus bekannte Architekt Schinkel, wählte allerdings nicht die griechischen Gebäude als Vorbild für seine Bauten, sondern eher die Formensprache aus der Zeit der Byzantiner.

Die griechische Moderne wird als eine der ältesten in ganz Europa angesehen. Bereits im Jahr 1933, als Auguste Perrets, ein Schüler des Patroklos Karantinos, einen Kongress organisierte, bestanden in Griechenland viele architektonische Zeugnisse der Moderne. Walter Gropius zum Beispiel griff bei seinen Projekten in Athen wieder auf die bekannten Proportionen aus der Zeit der Antike zurück. Einen besonderen Impuls für den Städtebau brachten auch die Olympischen Spiele im Jahr 2004 vor allem für die diversen Sportstätten und Brücken, die dafür errichtet wurden.

Nimmt man einmal die kykladische Architektur als Beispiel, so zeigt sich, dass diese durch die Formen des Kubismus geprägt ist. Die Wohnhäuser sind verschachtelt und blau-weiß gekennzeichnet. Die Kirchen wurden ebenfalls in verschachtelter Bauweise errichtet. Diese Art und Weise zu bauen wurde zum Kennzeichen des Landes. Die osmanisch oder fränkisch geprägten Altstädte sind eher von regionaler als von überregionaler Bedeutung für die Architektur des Landes. Die Ionischen Inseln sind dagegen eher durch die Formen der Venezier geprägt. Auf dem Dodekanes hingegen finden sich eher gotische Bauten. Allen voran sei hier die Altstadt von Rhodos genannt, die stellvertretend für die gesamte Bauweise gesehen werden kann. So finden sich in jeder Region typische Merkmale für die Architektur.

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