Delphi, Orakel, Griechenland

Delphi war eine Stadt in Griechenland, genauer gesagt im antiken Griechenland. Sie war vor allem für das dort befindliche Orakel bekannt. Heute zählen die Ausgrabungen von Delphi zum Weltkulturerbe der UNESCO. Das antike Delphi ist lediglich noch eine Ansammlung von Ruinen, daneben existiert aber auch noch eine Kleinstadt, die ebenfalls den Namen Delphi trägt.

Delphi befindet sich im Norden des Golfes von Korinth am Fuße des Parnass in einer Höhe von rund siebenhundert Metern. Bis zur Küste sind es von hier aus rund fünfzehn Kilometer. Ganz in der Nähe befinden sich die Orte Arachova und Galaxidi, sowie das bekannte Kloster Hosios Lukas.

Delphi war für die Menschen der Antike der Mittelpunkt der Welt. Hier soll zum Beispiel auch die Python, die geflügelte Schlange, gelebt haben. Sie wurde der Legende nach von Apollon getötet und hatte zu Lebzeiten die Fähigkeit des Hellsehens. Doch am bekanntesten dürfte Delphi wirklich für sein Orakel sein. Die Priesterin Pythia, die als einzige Frau den Tempel des Apollon betreten durfte, wirkte hier als Medium des Orakels. Sie saß dabei auf einem Dreifuß über einer Erdspalte. Viele Herrscher, darunter auch Krösus, fällten ihre Entscheidungen auf der Grundlage der Aussagen des Orakels.

Bekannt ist auch das archäologische Museum von Delphi. Hier sind die Funde zu sehen, die bei Ausgrabungen in der Stadt und in der näheren Umgebung gefunden wurden. Darunter befinden sich so wertvolle Statuen wie die des berühmten Wagenlenkers von Delphi. Bei den Arbeiten wurden viele Schatzhäuser entdeckt, außerdem der Tempel des Apollon, ein Theater mit rund fünftausend Plätzen und das Heiligtum der Athena Pronaia.

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