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Iráklion, Griechenland
In der Stadt Iráklion leben rund 138.000 Menschen, die Stadt ist also im Vergleich zu Athen eher klein. Iráklion trug einst auch den Namen Heraklion, danach hieß sie Candia. Es ist die größte Stadt an der nördlichen Küste von Kreta, außerdem ein wichtiger Seehafen. Iráklion ist weiterhin die Hauptstadt der griechischen Inseln und zudem ein überaus bedeutsames Zentrum für den Küstenhandel. Besonders mit Seife und Öl wird hier gehandelt. In direkter Umgebung von Iráklion wird zudem Wein angebaut. Die Region ist für die Herstellung von Leder bekannt.
Die Stadt Iráklion ist Sitz des Erzbischofs der griechisch-orthodoxen Kirche und zählt viele unterschiedliche Gotteshäuser. Zu nennen sind da besonders die Kathedrale und die armenischen und griechischen Kirchen. Außerdem befinden sich in Iráklion einige Moscheen.
Überreste aus der minoischen Zeit werden im Archäologischen Museum ausgestellt.
Iráklion wurde bereits im neunten Jahrhundert gegründet und zwar genau an der Stelle, von der angenommen wird, dass sich vormals die Stadt Heraklion dort befand. Dies war die Hafenstadt von Knossos, der bedeutendsten Stadt der minoischen Kultur. Sie befand sich ungefähr fünf Kilometer nördlich des heutigen Iráklion. Im 12. Jahrhundert gehörte die Stadt Iráklion zu Genua. Danach war sie bis zum 15. Jahrhundert im Besitz der Venezier. Diese bauten die Stadt weiter aus und nannten sie Candia.
Im Jahr 1669 wurde Iráklion durch die Türken besetzt. 1913 traten diese die Stadt an Griechenland ab und seitdem ist Iráklion eine griechische Stadt. Leider wurde Iráklion im Zweiten Weltkrieg durch die Luftinvasion der Deutschen stark zerstört, einige historische Bauten wurden danach nicht wieder aufgebaut.
Iráklion ist auch heute keine typische Touristenstadt, obwohl sie einige Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Vor allem Tagestouristen besuchen Iráklion und sind wichtig für die Einnahmen durch den Fremdenverkehr. Ansonsten ist die Stadt aber weniger durch Dienstleistungen, als vielmehr durch den Handel geprägt.
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