Mani, Taygeto Gebirge, Griechenland

Mani, der so genannte Mittelfinger der Peloponnes, ist sehr unwegsam und lediglich über Githion und Kalamata zu erreichen. Das Gebiet wird in die innere und in die äußere Mani unterteilt und das gesamte Gebiet wird vom Taygeto-Gebirge mit seinen rund 2400 Metern Höhe überragt.

Gerade, weil die Mani so schwer zugänglich ist, ist sie für viele Menschen zur Heimat geworden. Sie benötigten damals Schutz vor Eindringlingen und Angreifern, aber auch vor den Kämpfern in den eigenen Reihen. In die zerklüfteten Gebiete zogen sich sogar Piraten zurück. In der Zeit entstanden hier die ersten Siedlungen, die weniger normalen Wohnbehausungen glichen, als vielmehr wahren Festungen mit stark befestigten Wohntürmen. Im Laufe der Jahre sind allerdings viele dieser Wohntürme zerfallen. Einige andere, noch besser erhaltene Wohntürme wurden angesichts der hier einfallenden Touristenströme in Hotels und Ferienhäuser umgewandelt und bieten nun eine Unterkunft für einen Urlaub mit ganz besonderem Flair.

Besonders sehenswert sind vor allem die vielen Kapellen und Kirchen in der Mani. Obwohl das Christentum diese Region erst ungefähr im neunten Jahrhundert erreichte, wurden so viele wunderschöne Kirchen und Kapellen erbaut. Eine interessante Besonderheit ist auch die Pirgos Diru, eine Tropfsteinhöhle. Hier kann der Urlauber die Besichtigung mit Kähnen vornehmen und sich bequem fahren lassen. Der Fluss ist allerdings sehr tief, an einigen Stellen wurden Tiefen bis zu dreihundert Metern gemessen.


Wichtige Orte für den Fremdenverkehr sind auch Itylos, ein etwas unterhalb von Areopoli gelegener Ort, und das sich weiter im Norden befindliche Stoupa. Diese Region gilt als die Sonnenregion von Mani. Eine Hauptsehenswürdigkeit ist auch Vathia, ein Dorf, in dem sich immer noch zwölf inzwischen restaurierte Wohntürme befinden. Bereits in der Ilias von Homer wird der Ort Kardamili erwähnt, welcher einer der ältesten Orte der Mani sein dürfte.

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