Thessalien, Griechenland


In Thessalien befindet sich die gleichnamige fruchtbare Ebene, die von den Bergen Olymp, Pindos, Ossa, Agrafa, Pelion und Othris umgeben ist. Der Pinios-Fluss stellt die Öffnung zum Meer hin dar. In Thessalien erhebt sich der Berg Olymp, der Sitz der Götter, daher ist die Region eng mit der Vergangenheit verbunden und spielt in der Mythologie eine besondere Rolle. Am westlichen Ende von Thessalien hat die Natur Hand angelegt und ein Phänomen geschaffen, das von den Mönchen aus der Zeit der Byzantiner als Anbetungsort genutzt wurde. Dieser befindet sich direkt an der Stelle, wo das Pindos-Gebirge aufragt. Dort wurde die Klosterrepublik gegründet. Noch heute sind die inzwischen über sechshundert Jahre alten Klöster zu sehen, die auf den insgesamt 24 steil abfallenden Felsen die so genannte Meteora bilden. Sie werden regelmäßig von Besuchern und Pilgern aufgesucht.

Schon seit der Altsteinzeit ist Thessalien bewohnt, hier sind immer noch viele Siedlungen aus der Jungsteinzeit zu finden. Mykenische Überlieferungen und Legenden ranken sich um die Region. Historische Bedeutung erlangte Thessalien auch durch die fruchtbaren Böden und dem Einfluss, den die Region dadurch auf die Wirtschaft nahm. Auf dem Hügel Palia befindet sich die Stadt Volos, hier liegen die Ruinen des lolkos, eines Palastes aus der Zeit der Mykener. Der Legende nach herrschte hier einst Peleas. Vom Hafen Pagases aus begab sich dieser angeblich mit Jason und den Argonauten auf die Reise in Richtung Kolchis.


Im Jahr 293 v. Chr. Baute der König Demetrios II. die Stadt Demetrias. Hier sind immer noch ein Theater und die Überreste der Stadtmauern zu sehen. Außerdem findet der Besucher hier eine noch erhaltene Wasserleitung aus der Römerzeit. Als eines der interessantesten Museen von Griechenland gilt das Museum von Volos. Hier sind Funde aus der vorgeschichtlichen Zeit zu sehen, außerdem Grabsteine und bemalte Stelen aus der hellenistischen Zeit.

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